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Was kann ich gegen die
laute nächtliche Musik der Nachbarn tun?

Das Problem kennt fast jeder, der in einer Wohnung, einem Reihenhaus oder einfach sehr nah an seinen Nachbarn wohnt. Die meisten von uns haben schon einmal über „die lauten Nachbarn über mir!!“ geklagt –egal ob es um laute Musik ging, um Heimwerkerarbeiten zur Unzeit, bellende Hunde oder kreischende Kinder. Wenn du nachts keinen Schlaf finden kannst, weil die Nachbarn zu laut sind, ist das wirklich ein Problem. Aber was kannst du dagegen tun und gleichzeitig ruhig und vernünftig bleiben?

Direkt die Polizei zu rufen, ist meistens keine gute Idee.

IM KLEINEN BEGINNEN: Bevor du die Polizei rufst, nimmst du ja normalerweise zunächst direkten Kontakt mit deinem Nachbar auf: telefonisch, per Textnachricht oder (wenn durch den persönlichen Kontakt deine Sicherheit nicht gefährdet ist) durch Klopfen an der Tür und die höflich geäußerte Bitte um Rücksicht. Denn am besten ist es natürlich, in einem gemeinsamen Wohnumfeld respektvoll miteinander umzugehen und vielleicht gegenseitig Zeiten und Lautstärke bestimmter Aktivitäten zu vereinbaren. Oder du sagst den Nachbarn, dass du abends erholsamen Schlaf brauchst, weil du den ganzen Tag arbeitest. Versuche zumindest, das Problem zunächst auf diese Weise anzugehen.

SCHRIFTLICH ABFASSEN: Die Vereinbarung solltet ihr ruhig schriftlich festhalten, damit sie für alle verbindlich gilt. Wenn du dich bereits mündlich beschwert hast, es dort aber weiterhin zu Lärm kommt, wäre es gut, wenn du die Störungen schriftlich festhältst. Führe Aufzeichnungen oder ein Protokoll der Häufigkeit und Zeiten, in denen deine Nachbarn Lärm erzeugen. Das ist zwar lästig, aber wenn du mit deiner Beschwerde dann doch einen Schritt weiter gehen musst, wirst du solche Nachweise brauchen.

Den Vermieter bzw. Verwalter informieren

ERST DEINEN MIETVERTRAG PRÜFEN: Informiere dich zunächst, was du aufgrund deiner rechtlichen Unterlagen fordern kannst, also prüfe die entsprechenden Passagen in deinem Mietvertrag bzw. deiner WG-Vereinbarung oder der Hausordnung. Wenn du dich dann an den Vermieter oder Hausverwalter wendest, reiche eine schriftliche Beschwerde ein, die sich auf diejenigen Regeln und Vorschriften in jenen Unterlagen bezieht, die Lärmprobleme regeln (wie z.B. bestimmte Ruhezeiten). Lies auch das Kleingedruckte, um richtig zu argumentieren.

DIE POLIZEI EINSCHALTEN: Nach Erörterung der Lage mit dem Vermieter bzw. Hausverwalter bitte diesen um sein erklärtes Einverständnis, die Polizei rufen zu können. Du solltest die Haltung des Vermieters bzw. Hausverwalters zu der Angelegenheit kennen und sichergehen, dass er über deinen Beschluss informiert ist, im Notfall oder bei raschem Handlungsbedarf die Polizei zu rufen. Fazit: Höre auf den Vermieter bzw. Hausverwalter und respektiere seine Einstellung.

Wenn alles nichts hilft, musst du vielleicht umziehen

PERSÖNLICHE VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN: Nimm die persönliche Verantwortung für dein eigenes Leben und die Sicherheit deiner Familie bzw. deine Gesundheit wahr und erwäge den Umzug in ein ruhigeres Wohnumfeld. Manchmal gelangst du durch Ideen und Überlegungen zu anderen Möglichkeiten zu einem neuen, richtig guten Lebensstil.

LEBEN IN NEUEN GEMEINSCHAFTEN: Es gibt zunehmend neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens, die dir mehr Privatsphäre und gleichzeitig Raum für Entfaltung bieten: Quartierskonzepte, generationenübergreifendes Wohnen, etc. Vielleicht gefallen dir ja auch Ideen wie das Teilen oder sogar Kaufen eines Hauses mit Freunden oder auch Mietkaufprojekte. Wenn du dich umhörst und ein bisschen recherchierst, findest du eventuell etwas Passendes, aber achte darauf, dass dein neues Zuhause in erster Linie Sicherheit und Ruhe bietet!

Wir hoffen, dass dir unsere Tipps zu Maßnahmen gegen die laute Musik der Nachbarn nachts weitergeholfen haben. Vergiss nicht, dir unsere anderen Tipps rund ums  Organisieren anzuschauen, wie z.B. ein Haushaltsbuch führen oder das Homeoffice organisieren.

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