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Gemüse waschen: Nährstoffe:
ja bitte, Pestizide: nein danke!

Gemüse enthält viele wertvolle Vitamine und Nährstoffe – meist haften aber auch Erdreste, Pestizide und Bakterien daran. Wir erklären, wie beim Gemüsewaschen die gesunden Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Gemüse waschen: Warum ist es wichtig?

Vielleicht tust du es nur aus Gewohnheit, vielleicht auch aus Überzeugung: Gemüse waschen, bevor du es zubereitest. Doch ist das wirklich immer notwendig? Die einfache Antwort: Ja. Denn auch wenn du deine Küche sauber hältst, bringst du mit frischem Gemüse aus dem Supermarkt allerhand Verunreinigungen mit nach Hause – und letztlich auch in den Magen.

Warum ist es also so wichtig, Gemüse zu waschen? Leider ist das meiste konventionell angebaute Gemüse mit Pestiziden belastet. Bei Gemüse aus ökologischem Anbau ist der Einsatz von Pestiziden zwar verboten, es lohnt sich aber dennoch, das Gemüse abzuwaschen. Denn darauf befinden sich häufig noch Rückstände von Erde und Sand. Hast du schon einmal ein Gemüse im Supermarkt in der Hand gehalten, genauer angesehen und dann schließlich zurückgelegt? Dies ist ein weiterer Grund dafür, Gemüse zu waschen. Denn auf der Oberfläche bleiben auch Bakterien und Schimmelpilze zurück. Auch kleine Tierchen sind hin und wieder auf Gemüse zu finden.

Daher unser Rat: Immer erst das Gemüse abwaschen, bevor es an die Zubereitung geht. So vermeidest du, dass du Schadstoffe mitisst und zwischen deinen Zähnen Erde unangenehm knirscht.

Gemüse richtig waschen – so geht’s!

Genauso wie jedes Gemüse anders zubereitet wird, hängt das richtige Waschen ebenfalls von der Art des Gemüses ab. Wir haben dir einen Überblick über den richtigen Umgang mit den beliebtesten Gemüsearten zusammengestellt:

Da haben wir den Salat: Blattgemüse richtig waschen

Trenne bei Salat zunächst alle Blätter ab und entferne braune und welke Stellen. Auch der Strunk kommt uns nicht in den Salat. Anschließend gibst du die einzelnen Salatblätter in eine große Schüssel mit kaltem Wasser. Spüle den Salat nicht unter fließendem Wasser ab – es würde die Vitamine und andere Nährstoffe wegschwemmmen. Sollte noch Schmutz vorhanden sein, füllst du die Schüssel mit frischem Wasser und reinigst die Blätter noch einmal.

Wurzelgemüse waschen: Karotte, Kartoffel & Co.

Bei Wurzelgemüse wird der Teil gegessen, der sich in der Erde befindet – der Name sagt es eigentlich bereits. Deshalb haftet an Karotten, Beeren und Kartoffeln häufig noch etwas Erde, wenn du sie aus dem Supermarktregal nimmst. In diesem Fall hält doppelt besser: Wasche das Gemüse, schäle es und wasche es noch ein zweites Mal. So gehst du sicher, dass keine Erde mehr an dem Gemüse haftet, wenn es auf dem Teller liegt.

Auch geschältes und verpacktes Gemüse waschen

Auch bei geschältem Gemüse lässt sich leider kein Wasser sparen. Denn beim Schälen kann es passieren, dass du mit dem Messer Pestizide, Keime und Schmutz von außen ins Innere des Gemüses bringst. Auch bei Salaten zum Sofortverzehr ist deshalb ein Waschgang empfehlenswert. Denn diese werden meistens in verschlossenen Plastikverpackungen verkauft – der perfekte Ort für Bakterien und Pilze.

Pilze – die Diven unter dem Gemüse abwaschen

Wenn du schon einmal auf Pilzsuche gegangen bist, dann weißt du: Pilze sind vielerorts eine Rarität. Auch bei der Reinigung genießen Pilze einen Sonderstatus – sie werden nämlich trocken geputzt. Da sich Pilze mit Wasser vollsaugen, würdest du mit dem Sand leider auch Aromastoffe auswaschen – die Pilze verlieren an Geschmack. Daher solltest du Pilze nur mit Küchenpapier oder einem feuchten Tuch von Schmutz befreien. Wenn du ein Pilzliebhaber bist, lohnt sich die Investition in eine spezielle Pilzbürste. Kleiner Tipp: Ungeachtet ihres Namens kannst du diese Bürste auch zum Reinigen von anderem Gemüse mit rauer Schale verwenden.

Der Geheimtipp: Gemüse mit Natron waschen

Meistens reicht lauwarmes Wasser aus, um Gemüse richtig zu waschen. Wenn du jedoch keine Biosorten gekauft hast und dir unsicher bist, ob tatsächlich alle Keime und Schadstoffe entfernt sind, dann hilft dir Natron weiter: Es entfernt Rückstände von Pestiziden besonders gründlich. Mische 200 ml Wasser mit einem Teelöffel Natron, bis sich das Pulver aufgelöst hat. Lass das Gemüse Minuten darin liegen.

Übrigens: Der Griff zu Biogemüse lohnt sich, auch wenn das Gemüsewaschen trotzdem anfällt. Weil sich Pestizide auch unter der Schale festsetzen, sind bei nichtökologischen Sorten auch nach dem Waschen noch Rückstände vorhanden. Noch besser als Biogemüse ist natürlich selbst angebautes Gemüse vom Balkon.

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